Mit insgesamt sieben neuen Hubwagen bringt Linde Material Handling zusätzlichen Schwung ins Lager. Drei Niederhubwagen T16, T18 und T20 mit 1,6 sowie 1,8 und 2,0 Tonnen Tragfähigkeit und vier Hochhubwagen L10B, L10, L12 und L12i mit 1,0 bzw. 1,2 Tonnen Tragfähigkeit sind auf Mitgängeranwendungen im Lagerbereich spezialisiert. Sie kombinieren bewährte, weiter optimierte Produktmerkmale mit neuen technischen Entwicklungen, die sich im kompakten Chassis und der innovativen Deichsel befinden.
Je nach Einsatzfall leisten sie bei zwanzig Prozent reduziertem Energieverbrauch bis zu sechs Prozent mehr. Mit dem Namen „Sinergo“ (Safety - Innovation - Ergonomie) rückt die Schnittstelle zwischen Mensch und Mitgängerfahrzeug in den Fokus: Klares Ziel der technischen Verbesserungen ist, dem Bediener die Arbeit zu erleichtern und damit die Produktivität und Sicherheit der Mitarbeiter im Lager weiter zu erhöhen. Das besondere Augenmerk der Entwicklungsingenieure galt dabei den Haupteinsatzfeldern der Nieder- und Hochhubwagen: Be- und Entladung von LKW´s an der Rampe, Transport im Lager und Ein- und Auslagerung im Hochregal.
Sicherheit geht vor
An dieser Maßgabe orientieren sich sowohl bewährte als auch innovative Produktmerkmale. Neu ist bei fünf der sieben Fahrzeugmodelle die deichselpositionsabhängige Fahrgeschwindigkeit. Dabei misst ein Potentiometer den Winkel zwischen Deichsel und Chassis und passt die Fahrgeschwindigkeit automatisch an die Gehgeschwindigkeit des Bedieners an. Das sorgt insbesondere bei Streckentransporten für noch größere Sicherheit.
Die neuen Nieder- und Hochhubwagen lösen Modelle ab, die aufgrund ihrer Produktmerkmale zu den erfolgreichsten ihrer Klasse zählten. Deshalb finden sich auch in den neuen Fahrzeugen viele bewährte „Linde-Standards“ wieder. Dazu gehört vor allem der charakteristische, lange Deichselarm, der tief am Chassis angelenkt ist und dem Bediener nicht nur einen komfortablen Abstand zum Fahrzeug verschafft, sondern aufgrund der größeren Hebelwirkung das Manövrieren auf engstem Raum erleichtert.
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Neue BR 1172 & 1152: Hoch- und Niederhubwagen von Linde
Weitere Unterstützung erfährt der Bediener durch die neuerdings verfügbare Kriechfahrt-Funktion. Der für sechs Fahrzeugmodelle erhältliche Kriechfahrt-Schalter ermöglicht es, das Gerät selbst bei vertikaler Deichselposition mit reduzierter Geschwindigkeit zu bewegen. Auch der Deichselkopf hat sein typisches, gebogenes Design behalten und schützt die Hände des Bedieners rundherum vor Verletzungen. Als weiterer Standard findet sich die bewährte elektronische Ansteuerung der Hubmastfunktionen in den neuen Hochhubwagen wieder. Über den im Deichselkopf angebrachten Schalter vermag der Fahrzeugführer die Lasten feinfühlig und punktgenau ein- und auszulagern.
Starke Leistung
Für die nötige Antriebspower sorgt sowohl bei den Niederhubwagen als auch bei den Hochhubwagen ein kraftvoller Drehstrommotor mit Booster-Effekt. Letzterer verleiht dem Aggregat hohe Drehmomente im niedrigen Drehzahlbereich, wodurch die Geräte mühelos steile Rampen bewältigen, Bodenunebenheiten passieren und an Steigungen anfahren, ohne zurück zu rollen. Die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge liegt mit und ohne Last bei sechs km/h. Da die Anforderungen je nach Einsatz sehr unterschiedlich sein können, lassen sich wichtige Leistungsparameter wie beispielsweise Beschleunigung oder Bremsverhalten durch den Servicetechniker einstellen und jederzeit ändern. Zusätzliches Potenzial verschaffen dem Bediener die hohen Resttragfähigkeiten. Dem Lastschutz dient die Soft-Landing Funktion, welche die Last automatisch abbremst, je näher die Gabeln dem Boden kommen sowie die hohe Stabilität des Hubmastes in großen Hubhöhen. Gleichzeitig sorgt der integrierte Initialhub des Hochhubwagen-Modells Linde L12i für einen noch flexibleren Einsatz. Durch das Anheben der Radarme bewältigt der L12i leichtgängig übliche Rampen, Laderampen und Bodenunebenheiten.
Entscheidend mehr Komfort
Der ergonomische Deichselkopf hat auch bei den neuen Nieder- und Hochhubwagen einen zentralen Stellenwert. Im Deichselkopf integriert sind alle wichtigen Bedienerfunktionen. Zum Teil doppelt ausgeführt, lassen sie sich sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand sehr einfach steuern. Um auf engstem Raum, wie beispielsweise einer Lkw-Ladefläche, noch besser manövrieren zu können, wurden die Niederhubwagen um acht Prozent verkürzt. Bei den Hochhubwagen ist der Mast in das Chassis integriert worden, wodurch diese Modelle ebenfalls etwas kürzer geworden sind.
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Die bewährte elektronische Ansteuerung der Hubmastfunktionen findet sich als Standard in den neuen Hochhubwagen wieder.
Ein wichtiger Schritt in Richtung noch größerer Bedienerfreundlichkeit wurde durch die Endlagendämpfung bei horizontaler Deichselposition realisiert. Drückt der Bediener die Deichsel zu weit nach unten, erhöht sich der Widerstand, wodurch der Bediener das bevorstehende Einsetzen der Bremse spürt und entsprechend reagieren kann. Im Fall, dass der Bediener die Deichsel plötzlich loslässt, dämpft ein Hydraulikzylinder die Bewegung und sorgt für ein gleichmäßiges Zurückführen der Deichsel in die aufrechte Position. Komfort bieten zudem die großzügigen, in die Batterieabdeckung integrierten Ablagefächer, in denen der Bediener Arbeitsmaterial wie eingeschweißte Folien und Stifte griffbereit zur Verfügung hat. Ein weiteres Plus für den Fahrer ist die Mastdurchsicht. Die weit auseinander liegenden Mastprofile sorgen beim Ein- und Auslagern im Hochregal für freien Blick nach oben.
Kompromisslos zuverlässig
Enge, Hektik, Unachtsamkeit: Die Arbeit an der Rampe und im Lager ist für Mensch und Maschine kein Spaziergang. Deshalb schützt ein robustes Stahlchassis wichtige Komponenten. Für die Motor- und Batterieabdeckung wurde ein neuartiges Material (genannt Exxtral) verwendet, welches gleichermaßen robust und beständig ist und die Fahrzeuge unempfindlich gegen Deformationen macht. Deichsel und Deichselkopf wurden aus dem Material „Grivory“ hergestellt, welches sowohl robust als auch leicht ist. Die Gabelzinkenspitzen sind aus Stahlguss und damit ebenfalls sehr robust.
Servicefreundlich
Alles unter Kontrolle hat der Bediener über das Display mit Anzeigen zu Batteriekapazität, Betriebsstand, Wartungsbedarf und Betriebsstunden. Für einen beschleunigten Service sorgt der CanBus-Anschluss, über den sich per Laptop alle Fahrzeugdaten auslesen lassen, und der leichte Zugang zu allen Komponenten. Gänzlich wartungsfrei ist der Drehstrommotor. Der Batteriewechsel ist flexibler geworden. Bei den Niederhubwagen lässt sich die Batterie wahlweise vertikal mit Haken oder seitlich mit Handgabelhubwagen und Batterieschlitten tauschen. Verfügbar sind ebenfalls die Module des Linde-Flottendatenmanagements, mit denen sich der Zugang über PIN regeln lässt und sich die Fahrzeugdaten softwaregestützt analysieren lassen, um die Fahrzeugflotte nach Art und Umfang weiter zu optimieren.